MODE | SLOW FASHION MADE IN CAPE TOWN

Wenn ich bisher an South African Style dachte, schwirrte African Pattern durch meinen Kopf. Viele Farben, bunte Muster. Wunderschön zu dunkler Haut. Aber eben nicht alltagstauglich im grauen Deutschland. Pustekuchen! Was die Locals hier wirklich können ist Minimalism. Klare Schnitte. Schlichte Farben. Kein Chihi oder Klimbim. Fair produziert.

Spätestens bei der Antwort „Hab ich grad nicht da, aber mach dir“ hatten sie mich endgültig. Denn was gibt es großartigeres, als von der Designerin persönlich beraten zu werden? Fair Fashion zu fairen Preisen. Shopping mit gutem Gewissen! Denn während Fast Fashion Ketten wie H&M hier ein bis zwei Saisons verspätet sind, in Punkto Fair Fashion ist uns Kapstadt um Längen voraus.

 

Apparel

Selfi199 Loop Street. 

Die Brand hat entgegengesetzt ihres Namens rein gar nichts mit Selbstdarstellung zu tun. Ganz im Gegenteil, Selfi steht für Understatement. Bequeme Schnitte und Stoffe sind der Signature-Look des Labels. Inspiriert von Architektur, Formen und Mustern der Natur. Schlichte Jumpsuits aus Leinen manufactured in Cape Town.

Hannah LaveryV & A Waterfront.

Hannah Lavery fokussiert sich hauptsächlich auf hochwertige und langlebige Basics, ein Mix aus klassischem und contemporary Design. Sie designed und produziert im Herzen von Kapstadt, jeder Schritt der Produktionskette findet statt unter einem Dach, 100% transparent.

AKJP73 Kloof St.

AKJP steht für einen artful contemporary Twist mit klassischer und tragbarer Menswear. Ausdrucksstarke Prints und asymmetrische Designs sportlich umgesetzt. Die Designer Keith Henning und Jody Paulsen verkaufen in ihrem Store auf der Kloof Street nicht nur ihr eigenes Label. Neben Menswear findet man auch ausgewählte Damenmode, Schmuck und Accessoires lokaler Brands.

Margot Molyneux69 Roeland Street.

Der Store erinnert mich an den April First in Berlin, was aber wohl mehr am Interior liegt als an den Styles von Margot Molyneux. Oversize in starken Farben und klaren Linien. Designed, geschneidert und produziert in ihrem sonnigen Studio in den Suburbs von Kapstadt. Inspiriert von der Natur und Kunst South Africas liebt das Team aus 7 Leuten es mit Farben und Materialien zu spielen.

Kat van Duinen | 375 Albert Road, Old Biscuit Mill.

Nicht ganz günstig aber definitiv einen Besuch wert. Die Polin Kat van Duinen führt ihr Label seit 2010 in Kapstadt fort, mit einem Flagship Store unmittelbar am Old Biscuit Mill. Neben luxuriösen Taschen und Kleidung verkauft sie hier absolut schönste Beachwear zu fairen Preisen. Es lohnt sich also definitiv durchzustöbern.

Jane Sews | 83 Castle Street.

Jane Sews designed Lieblingsstücke aus hochwertigen Materialen. Ob das klassische weiße Baumwoll-Tee oder das Top aus Seide. Jedes Teil wird sorgfältig produziert, ganz ohne Massenproduktion oder Outsourcing. In ihrem Show-Room in der Castle Street kann man die Sachen anprobieren und bestellen. AKJP verkauft aber ebenfalls ausgewählte Teile von Jane Sews.

Bags & Shoes

Thalia StratesStockists: AKJP Collective, Margot Molyneux, Zeitz.

Investment Pieces with a story: Thalia Strates produziert ihre Taschen und Accessoires allesamt in Kapstadt aus nachhaltigen und lokalen Materialien. Cleanes und klassisches Design gepimpt mit auffälligen Straps, Materialien oder Farben, die ihren Taschen einen ganz eigenen Stil verleihen.

Project Dyad | Stockists: V&A Waterfront, Selfi, AKJP Collective.

Erst in 2016 gegründet gehören die handmade Taschen zu unseren Favoriten. Zusätzlich zur klassischen Linie bringen Project Dyad jedes Saison eine besondere Farbe mit ins Spiel. So lange, bis das Material aus geht.

Espandrill | 100 Bree Street.

Farbe, Weite, Design – hier stellt man sich seine Espandrilles selbst zusammen. Binnen zwei Tagen abholbereit werden die spanischen Treter direkt im Hinterzimmer passgenau angefertigt. Authentic handmade Espandriles made in Africa con mucho amor.

Jewelry

Pichulik | v&a Waterfront.

Die Rope Jewelry von Pichulik hatte mich recht schnell. Jedes Teil ein absoluter Eyecatcher: bunt, auffällig, traditionell. Inspiriert von afrikanischen und middle east Ornamenten designed Katherine-Mary Pichulik gewagten Schmuck für selbstbewusste Frauen. Und auch wenn ich anfangs dachte “unglaublich hübsch, aber eben nichts für mich” baumeln nun zwei bunte Reifen an meinem linken Arm, die ZA-Feeling pur versprühen. Was zwei Monate Kapstadt eben mit einem machen.

Steffany roup | Stockists: AKJP Collective, V&A Waterfront.

Auffällige Accessoires mit bunten Perlen und Ornamenten. Steffany lässt sich bei ihren Designs immer wieder vom Meereselementen inspirieren und ist ebenfalls offen für customized Designs.

Waif | Stockists: Mungo & Jemima, Margot Molyneux.

Der Schmuck von Waif lies mein Statement-Herz gleich zwei mal höher schlagen und ganz ehrlich, ich muss mich stark zusammenreißen, nicht nochmal zuzuschlagen. Schockverliebt! Die Ohrringe sind teilweise Einzelstücke, jedes Teil besonders und handgemacht. Wo hat man sowas heute noch? Waif spielt mit bunten Farben und auffälligen Steinen. Aber auch Strichzeichnungen à la Matisse findet man hier.

Matter of Faktold Biscuit Mill.

Gegründet hat Mary-Ann Grobler ihr Label in 2013 und kombiniert seither klare Linien mit Elementen der Natur. Statement Ringe mit unverarbeitete Steinen, Muscheln und Leder sowie auffällige geometrische Figuren.

LorneStockits: Selfi.

Asymmetrische Stecker in geschwungenen Formen, das ist der Signature Look von Lorne. Jedes Stück designed und handgemacht aus Sterling Silber und Kupfer.

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